Netzwerk Bienenstraße mit Umweltpreis ausgezeichnet

08.11.2017 | Umweltpreis des Landtages an "Netzwerk Bienenstraße" verliehen - Erstes Forum zum Thema "Erlebnisreich Bienenstraße" fand statt

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Mit der Verleihung des Umweltpreises am 08.11.2017 zeichnete der Landtag Mecklenburg-Vorpommern das „Netzwerk Bienenstraße" in der mit 7.000 Euro höchst dotierten Kategorie aus. Insgesamt wurden 33 Projekte zum Thema „Streuobstwiese, Bienenweide und Co. – Engagement für die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft" eingereicht. In diesem Jahr ging der begehrte Preis erstmals an ein Netzwerk, weil die Zielstellung des Umweltpreises, Projekte und Initiativen bekannt zu machen, hier eine neue Qualität erreicht habe, hieß es in der Begründung.

Das Projekt „Erlebnisreich Bienenstraße" ist dem Leitprojekt „Mecklenburger Bienenstraße" aus der Entwicklungsstrategie der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Warnow-Elde-Land zugeordnet. Die Bewerbung um den Umweltpreis wurde durch die Verantwortlichen des Netzwerkes auf den Weg gebracht, unterstützt durch Kristin Hormann, Mitarbeiterin der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH und Regionalmanagerin der LAG.

Dass beim Thema „Bienen" großer Handlungsbedarf besteht, wurde auch beim ersten „Bienenstraßenforum", deutlich, das am 02.11.17 in Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) stattfand. Rund 60 Interessierte, darunter auch viele Berufs- und Hobbyimker, folgten der Einladung des Landschaftspflegeverbandes Sternberger Endmoränengebiet e. V (LSE) und der LAG Warnow-Elde-Land, um sich auszutauschen. Die Akteure aus der Region Schwerin, Sternberg und Plau am See informierten sich über die Entwicklung des Projektes und kamen mit den Initiatoren der „Bienenstraße" ins Gespräch. Es wurde diskutiert über das akute Problem des Bienensterbens, dessen Ursachen und über Lösungsansätze. Schwindende Lebensräume, Parasitenbefall und die Verknappung des Nahrungsangebotes werden in Fachkreisen als Ursache des starken Rückgangs der Bienenpopulationen um bis zu 50 % angenommen. Bienen und andere bestäubende Insekten sind für uns Menschen bei der Erzeugung unserer Nahrungsmittel unverzichtbar und für den Erhalt der Ökosysteme lebenswichtig.

Zahlreiche Impulsvorträge vermittelten auf dem ersten „Bienenstraßenforum" wichtige Informationen. Katja Burmeister von der Naturschutzstation Zippendorf zeigte Möglichkeiten einer bienenfreundlichen Bepflanzung. Ideen zur Vermarktung von Bienenprodukten wurden von Bernd Kleist vorgestellt. So verfügt beispielsweise die Einkaufs- und Liefergemeinschaft Mecklenburgische Schweiz neuerdings über eine online-Handelsplattform.

Die „Bienenstraße" verbindet auf drei verschiedenen Radtouren östlich des Schweriner Sees die beiden Naturparks „Sternberger Seenland" und „Nossentiner Schwinzer Heide". Entlang der Routen findet man Wissenswertes über Bienen, Imkereien, Streuobst, Natur- und Landschaftsgeschichte. Mit der „Bienenstraße" sollen in einem gemeinschaftlichen Projekt unterschiedlicher Akteure Kulturlandschaften und Bienenlebensräume erhalten werden.

Nach dem ersten „Bienenstraßenforum" steht für Anja Hansen, Projektverantwortliche beim Landschaftspflegeverband Sternberger Endmoränengebiet, fest: „Das Interesse an den Bienen ist groß. Wir werden gemeinsam am Projekt „Erlebnisreich Bienenstraße" weiter arbeiten, damit möglichst viele Besucher Interessantes erfahren und Wissenswertes entdecken an Infopoints, Schauimkereien, Streuobstwiesen, Museen und Lehrpfaden entlang der Radwanderwege."

Hintergrundinformation:

Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Warnow-Elde-Land wurde am 30.06.2015 durch das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz bestätigt und ist seither eine von 14 LAGn in Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2020 stehen ihr rund 6,3 Mio. Euro für die Umsetzung von Projekten zur Entwicklung des ländlichen Raumes auf der Grundlage ihrer Strategie für lokale Entwicklung (SLE) zur Verfügung. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim ist Träger des Regionalmanagements.

Kontakt:

Regionalmanagement LAG Warnow-Elde-Land

Frau Kristin Hormann

c/o Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 03866-404-196

E-Mail: kristin.hormann@lgmv.de

 

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